Das auf Logistiksysteme in Spitälern und Verteilzentren spezialisierte Unternehmen konnte den Umsatz um über 4 Prozent auf 319,5 Mio. Fr. steigern. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich um 13 Prozent auf 6,1 Mio. Franken. Der Reingewinn stieg laut Mitteilung vom Dienstag um 9,5 Prozent auf 2,3 Mio. Franken.

Schwierig blieb die Situation im Gesundheitsgeschäft insbesondere auf dem Hauptmarkt Nordamerika. Aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform und der allgemeinen Budgetsituation würden Investitionen in den Spitalmarkt nach wie vor sehr zurückhaltend getätigt, erklärte Swisslog.

Der Auftragseingang der Sparte sank daher um fast zehn Prozent. Negativ entwickelten sich auch Umsatz und Betriebsergebnis. Während der Spartenumsatz um 7 Prozent auf 98 Mio. Fr. zurückging, reduzierte sich das Betriebsergebnis gar um über 23 Prozent auf 5,3 Mio. Franken.

Positiv entwickelte sich hingegen die Lagerverwaltung insbesondere in der Region Asien-Pazifik. Hier konnte der Schwung aus dem vergangenen Jahr mitgenommen und der Auftragseingang um fast 28 Prozent erhöht werden.

Der Umsatz der Sparte legte um fast 11 Prozent auf 221,9 Mio. Fr. zu. Zudem konnte Swisslog eine bereits abgeschriebene Forderung aus dem Projektgeschäft teilweise wieder einbringen. Alles in allem konnte das Betriebsergebnis von 1,7 Mio. auf 4,7 Mio. Fr. gesteigert werden.

Im Einklang mit dem Auftrags- und Umsatzwachstum steht der Ausbau beim Personal. Swisslog beschäftigte Ende Semester 2300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind 5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Stärkeres zweites Halbjahr zu erwarten

Das Unternehmen rechnet aufgrund des Auftragsbestandes mit einem stärkeren zweiten Semester. Im Gesamtjahr erwartet Swisslog ein Umsatzplus von 5 Prozent und eine EBIT-Marge zwischen 2,5 und 3,0 Prozent. Im ersten Semester betrug die EBIT-Marge 1,9 Prozent.

Die Swisslog-Aktien notierten gegen Mittag 1,8 Prozent schwächer. Das Unternehmen konnte nach Angaben von Analysten zwar den positiven Trend bei Auftragseingang und Umsatz bestätigen, blieb mit dem Betriebsgewinn aber deutlich hinter den Erwartungen zurück.