Der 26-jährige Zürcher setzte sich in der mit 210'000 Franken dotierten Hauptprüfung des viertägigen Events am Rheinknie im Stechen gegen zwei weitere Paare souverän durch.

Der WM-Zweite von Tryon 2018 sorgte auch im Jahr 2019 gleich für ein Glanzlicht. Fuchs blieb am Sonntag in der St. Jakobshalle ohne jeglichen Makel. Als letzter Reiter hielt der Schweizer dem Druck stand und sicherte sich mit einem flotten Ritt seinen zweiten Triumph in einem Weltcupspringen - die Premiere hatte er vergangenen November in Lyon gefeiert.

"Ich wusste genau, was ich wann machen werde. Ich konnte mir das Stechen einteilen, weil ich nicht das volle Risiko eingehen musste", sagte Fuchs. Er hatte die Ritte der beiden Konkurrenten Marc Houtzager mit Calimero und Pieter Devos auf Apart am TV-Bildschirm mitverfolgt und kurz vor dem Einreiten mit Vater Thomas die Taktik nochmals besprochen.

Die Vorgabe für Fuchs hatte der Niederländer Houtzager geliefert, der als erster Reiter des Stechens in 38,84 Sekunden eine zweite Nullfehlerrunde zeigte, aber nicht all zu schnell unterwegs war. Der Belgier Devos mit Apart fiel nach einem Abwurf aus der Entscheidung. Der Zürcher ritt danach um über eine Sekunde schneller als Houtzager.

Im Normalparcours war die Zeit eng bemessen, auch Fuchs hatte den Cut nur knapp geschafft. Vier Paaren blieb die Teilnahme am Stechen wegen einer Zeitüberschreitung verwehrt, unter ihnen auch Nadja Peter Steiner im Sattel von Saura de Fondcombe.

Der Weltranglisten-Erste Steve Guerdat ritt nicht wie geplant auf Ulysse, sondern mit Venard de Cerisy. Der Jurassier hatte sich während der Hauptprüfung vom Samstagabend anders entschieden. Nach einem Nullfehlerritt mit dem erst zehnjährigen Wallach verzichtete er auf das Stechen, schonte Venard de Cerisy und ritt ihn am Sonntag erstmals auf Weltcup-Niveau. Der Fehler des sprunggewaltigen und mit einer schnellen Galoppade ausgestatteten Vierbeiners kam erst beim zweitletzten Hindernis. Immerhin klassierte sich Guerdat als Zehnter noch im Preisgeld.

Ebenfalls ein paar tausend Franken erhielt Pius Schwizer als Zwölfter. Auch der Solothurner scheiterte mit dem 10-jährigen Cortney Cox erst am zweitletzten Hindernis.

Fix in Göteborg

Fuchs ist wie Guerdat fix für den Weltcupfinal im April in Göteborg qualifiziert. Der Weltcup der Springreiter wird in den Wintermonaten ausgetragen und gilt als Hallen-Weltmeisterschaft. Basel bildete die 10. von insgesamt 13 Stationen, die ein Weltcupspringen anbieten. Für die Reiter aus Westeuropa gelangen die besten sieben Resultate in die Wertung, die Top 18 qualifizieren sich für Göteborg.

Ob Fuchs in Schweden beim zweitwichtigsten Championat das Jahres nach den Europameisterschaften in Rotterdam auf Clooney oder Chaplin setzen wird, steht noch nicht fest. Am kommenden Wochenende in Leipzig wird der junge Zürcher Chaplin reiten, danach kehrt er Europa für zweieinhalb Monate den Rücken. Der Sieger von Basel fliegt mit Clooney und weiteren Pferden in die USA und wird bis Ende März in Wellington in Florida trainieren.

Fuchs hatte bereits im vergangenen Jahr auf seinem Schimmel die Hauptprüfung von Basel gewonnen. Damals zählte der Event am Rheinknie noch nicht zum Weltcup. Erst nach dem Rückzug des Turniers von Zürich wurde der Platz in dieser Liga frei.