Den Halbfinals am nächsten kam Jérémy Desplanches über 200 m Lagen. Als 19. fehlten dem 20-jährigen Genfer 65 Hundertstel zum Weiterkommen. Mit 2:02,53 Minuten verbesserte er seine Bestleistung um sie sieben Hundertstel. Auch Jean-Baptiste Febo gelang beim 35. Rang über 200 m Crawl mit 1:50,29 eine persönliche Bestzeit - diese hatte zuvor 1:50,53 betragen. Bereits am Vortag war der 22-jährige Genfer über die doppelte Distanz so schnell wie noch nie geschwommen.

Erneut enttäuschend schnitt David Karasek ab. Der Olympia-Teilnehmer von London kam auch über 200 m Crawl überhaupt nicht auf Touren und musste sich in 1:51,41 (PB 1:48,97) mit Platz 46 begnügen. Der 26-jährige Zürcher weiss selber nicht, an was es liegt, dass es ihm überhaupt nicht läuft. Er fühlte sich nach einer guten Vorbereitung bereit für die EM.

Alexandre Haldemann, der dritte Schweizer über 200 m Crawl, klassierte sich in 1:51,60 im 49. Rang. Noemi Girardet erreichte über 100 m Crawl in 57,37 den 36. Platz.

Die 21-jährige Schwedin Sarah Sjöström blieb über 50 m Delfin mit 24,98 und nach den 24,87 im Halbfinal zum dritten Mal unter der magischen 25-Sekunden-Marke und verteidigte den Titel erfolgreich. Sjöström hatte bereits am Vortag mit der Crawlstaffel triumphiert und darf sich weiter Hoffnungen auf fünf Goldmedaillen machen.

Vor Sjöström hatte bereits Florent Manaudou seinen zweiten Erfolg in der deutschen Hauptstadt gefeiert - er war in den gleichen Disziplinen erfolgreich wie die Schwedin. Über 50 m Delfin musste sich der Bruder der früheren Topschwimmerin Laure Manaudou den Sieg aber mit dem Weissrussen Yauhen Tsurkin teilen. Auch Bronze holten mit Andrei Goworow (Ukr) und Benjamin Proud (Gb) gleich zwei Athleten.

Drei der sechs Goldmedaillen am Dienstag gingen an Grossbritannien, und zwar an Chris Walker-Hebborn (100 m Rücken), Adam Peaty (100 m Brust) und die Lagen-Mixedstaffel. Letztere stellte mit 3:44,02 Minuten Weltrekord (zuvor 3:46,52) auf. Allerdings gibt es diesen Wettbewerb noch nicht lange, an Europameisterschaften wurde er erstmals durchgeführt. Damit dürfen sich nun auch Walker-Hebborn und Peaty Doppel-Europameister von Berlin nennen.

Der deutsche Superstar Paul Biedermann gab sich einen Tag nach dem Vorlauf-Out über 400 m Crawl über die halbe Distanz keine Blösse. Der Weltrekordhalter war zweimal der Schnellste und steigt am Mittwoch als Favorit in den Final. In diesem strebt er den vierten EM-Titel in Serie auf dieser Strecke an.