In einer seiner Paradedisziplinen strebt der vierfache Olympiasieger grundsätzlich immer einen Podestplatz an. Einen solchen verpasste Cologna auf dem sehr selektiven Parcours im Olympia-Ort von 1994 um knapp zwölf Sekunden. Dennoch gibt ihm das Resultat nach dem doch enttäuschenden 73. Rang im Sprint vom Freitag die Bestätigung, zumindest in den Distanzrennen "voll bei den Leuten" zu sein, wie dies Swiss-Ski-Coach Peter von Allmen zufrieden feststellte.

Auf Sieger Sjur Röthe, der vor Heimpublikum zusammen mit Didrik Tönseth für einen norwegischen Doppelsieg sorgte, verlor Cologna 38,3 Sekunden. Ein starkes Rennen zeigte auch Roman Furger auf Platz 15. Der Urner schaffte damit wie Cologna bei erster Gelegenheit die WM-Qualifikation.

Cologna war wie vorgesehen schnell gestartet, lag nach 5 km auf dem zweiten und nach 10 km auf dem dritten Platz, ehe er den jungen Russen Denis Spizow noch vorbeiziehen lassen musste. Nachdem er das erste Wochenende in Kuusamo noch ausgelassen hatte, ging es für den 32-jährigen Bündner auch darum zu sehen, ob und wie er seine Pace durchziehen kann. Er darf mit dem Resultat durchaus zufrieden sein. "Wir sehen, dass wir in der Vorbereitung vieles richtig gemacht haben", konstatierte von Allmen.

Immerhin liess er gestandene Grössen wie Martin Johnsrud Sundby (10.), Alexander Bolschunow (19.) und Johannes Hösflot Klaebo (23.) deutlich hinter sich. Er startet nun am Sonntag mit 46 Sekunden Rückstand auf Röthe in das Verfolgungsrennen über 15 km im klassischen Stil, das den Abschluss der dreitägigen Mini-Tour darstellt. Cologna ist zwar in der Skating-Technik stärker, er wird aber in einer grösseren Gruppe versuchen, seine Chance zu packen.