An der Hauptversammlung des FC Bayern München fielen nur Töne des Optimismus. Man schaut nach vorne. Oliver Kahn soll in der Organisation in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Der taumelnde Trainer Niko Kovac bekam von Präsident Uli Hoeness den Rücken gestärkt, mit salbungsvollen Worten. Man weiss allerdings, dass die Worte nicht mehr die Hälfte wert sein werden, wenn die Mannschaft in der Meisterschaft laufend weitere Punkte liegenlässt, während Borussia Dortmund mit seinen Siegen davonzieht.

Neun Punkte beträgt der Rückstand der Bayern auf die Mannschaft von Trainer Lucien Favre. Am Samstagnachmittag spielt Dortmund daheim gegen Freiburg, während die Bayern gleichzeitig bei Werder Bremen antreten.

Kovac will seine Anstellung mit einer Kursänderung dauerhaft sichern. Der Kroate zieht aus der sportlichen Misere Konsequenzen. Allein Leistung und Konstanz sollen fortan zählen. Die Rotation wird nicht ganz abgeschafft, aber reduziert. "Ich habe für mich selbst entschieden, dass ich ein Gerüst haben werde, in dem der Grossteil Fixstarter sind", sagte Kovac. In Bremen soll deshalb die Formation auflaufen, die Kovac mit dem Kantersieg gegen Benfica vorerst den Job gesichert hat.

Die Kontinuität gilt dabei nicht nur für das Personal, sondern ebenso für die modifizierte taktische Ausrichtung. "Man hat schon gesehen, dass wir mit der Doppel-Sechs eine gute Balance hatten", sagte Kovac weiter.

Kovac hat personell wieder etwas mehr Möglichkeiten. Kingsley Coman und Thiago Alcantara werden nach ihren Verletzungen erstmals wieder zum Kader zählen. Auch Serge Gnabry ist wieder einsatzfähig. Zudem meldete sich Mats Hummels gesund.