In der Aarauer Schachenhalle gibt es in zwei Wochen zum ersten Mal nach zweijährigem Unterbruch wieder Handball der höchsten Schweizer Spielklasse. Nach zwei Jahren in der NLB hat der HSC Suhr Aarau im Mai den Aufstieg und damit die Rückkehr in die NLA geschafft – zwei Jahre nach dem Abstieg aus dem Oberhaus.

«Wir sind bereit für die neue Herausforderung», sagt Trainer Patrik Fend. Seit Juni läuft die intensive Vorbereitung auf die Saison 2014/15 mit vielen Trainings und Testspielen. «Die Stimmung in der Mannschaft ist enorm gut. Die Vorfreude auf den Saisonstart ist gross», so Fend. Kein Wunder. Während der oftmals sehr physischen Vorbereitung kommt automatisch Freude auf die Spiele auf.

Namhafte Zuzüge

Fend ist zufrieden mit seinem Kader. Der HSC Suhr Aarau hat sich mit den Zuzügen des slowakischen Torhüters Martin Pramuk (37) von Pfadi Winterthur, des slowenischen Rückraum- und Flügelspielers Robert Konecnik (34) von RK Cimos Koper und des Schweizer Rückraumspielers Fabian Studer (23) von Wacker Thun viel Erfahrung ins Team geholt. «Natürlich wünscht man sich als Trainer immer noch mehr, aber wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr gute Transfers gemacht», zieht Fend eine positive Bilanz.

Dem pflichtet Sportchef Martin Suter bei: «Wir haben das Team sehr gezielt verstärkt und haben sowohl das breitere als auch qualitativ stärkere Kader als in der vergangenen Saison.» Das erklärt auch das ambitionierte Saisonziel, das er seiner Mannschaft vorgibt: Mit dem Abstieg will der HSC Suhr Aarau so wenig als möglich zu tun haben. «Stäfa und Gossau liegen sicher im Bereich unserer Möglichkeiten, auch auf Amicitia Zürich dürfte das zutreffen», sagt Suter. Dann werde es aber schon schwieriger. «Diese Überlegungen erklären auch das Ziel mit dem 8. Rang zum Saisonschluss – damit wären wir zufrieden.»

Neue Situation für Trainer Fend

Dass solche Prognosen von vor der Saison nicht immer einfach zu bestätigen sind, weiss Trainer Fend. «Wichtig wird sein, wer gesund bleibt und wie wir in die Saison starten. Ich bin aber guten Mutes, dass wir diese Vorgabe erfüllen können», sagt er. Trotzdem: «Dafür muss einiges stimmen. Aber genau dafür arbeiten wir Tag für Tag.»

Und der HSC Suhr Aarau geht für dieses Ziel auch neue Wege: Weil der 32-jährige Jungtrainer noch keine NLA-Erfahrung hat, hat ihm der Klub auf seinen eigenen Wunsch mit dem 45-jährigen Guido Frei einen erfahrenen Coach zur Seite gestellt. «Um einen Schritt weiter zu kommen, brauche ich jemanden, der meine Arbeit hinterfragt und Kritik anbringt», sagt Fend und ergänzt: «Wir müssen uns in diesen Rollen noch finden, aber der Weg stimmt. Wir funktionieren als Team sehr gut.»

Frei hat an der Aufgabe bei Suhr Aarau vor allem gereizt, dass er mit Fend einen jungen und ambitionierten Profi-Trainer unterstützen kann: «Dass er selber sieht, dass er Hilfe brauchen kann, ist nicht selbstverständlich.» Und beide freuen sie sich, dass die Saison in zwei Wochen auf gegen GC Amicitia Zürich los geht.