Was war das am Schluss für ein Krimi. Nach 58:02 Spielminuten kassiert der HSC Suhr Aarau gleichzeitig mit dem 21:21-Ausgleich des HC Kriens-Luzern seine achte (!) Zweiminuten-Strafe – und gewinnt die Partie dank zweier Treffer in Unterzahl trotzdem mit 23:21.

Kampf um die Finalrunde: Vorteil HSC

Der knappe Sieg vom frühen Sonntagabend könnte für die Aargauer in der Endabrechnung im Kampf um die Finalrunde noch von entscheidender Bedeutung sein. Vor der Partie waren die Innerschweizer noch punktgleich mit dem HSC gewesen, nun liegt das Team von Trainer Misha Kaufmann mit zwei Punkten in Front.

Und weil das Torverhältnis im Vergleich mit Kriens-Luzern (minus 9 Treffer) deutlich zugunsten des HSC (plus 30 Treffer) spricht, hätte Suhr Aarau auch im Falle von Punktgleichheit zum Abschluss der Hauptrunde mit dem Gegner von gestern die Nase vorne.

Nur vier Punkte Rückstand auf den Leader

Zu betonen ist zudem auch, dass sich der HSC nicht nur im Kampf um den sechsten und damit letzten Finalrundenplatz befindet. Der Rückstand auf Leader Kadetten Schaffhausen beträgt mittlerweile nur noch vier Punkte. Wacker Thun (4.), der BSV Bern Muri (5.) und den HSC trennen sogar nur zwei Punkte.

Allerdings hätte die Partie vor 600 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Krienser Krauerhalle deutlicher ausgehen können. Bis eine Viertelstunde vor Schluss lag der HSC mit fünf Treffern in Front, ehe mehrere Zweiminuten-Strafen, Fehlwürfe und technische Fehler dafür sorgten, dass das Heimteam den Spielstand innert acht Minuten ausgleichen konnte.

Bestätigung gegen Fortitudo nötig

Doch der HSC liess sich davon nicht aus der Fassung bringen und nahm die zwei Punkte dennoch mit nach Hause. «Diese Zähler sind enorm wichtig», sagte Kaufmann nach der Schlusssirene. «Aber sie sind nichts wert, wenn wir Gossau in einer Woche nicht bezwingen.» Der Trainer sprach damit bereits das Heimspiel von kommender Woche gegen Fortitudo Gossau an. Nach drei Auswärtspartien in Serie darf der HSC Suhr Aarau am kommenden Sonntag, 25. November, endlich wieder in der heimischen Schachenhalle (Anpfiff: 16.00 Uhr) antreten.

Eine zumindest minimal positive Meldung gab es am Sonntag auch aus dem HSC-Lazarett: Rückraumspieler Mathias Müller kehrte immerhin für die Ausführung der drei Siebenmeter für Suhr Aarau auf die Platte zurück – und verwandelte zwei davon. Die vielen Zweiminuten-Strafen gegen den HSC unterstrichen zudem, dass das Team von Kaufmann bereit ist, den Weg in die Finalrunde mit allen Mitteln zu gehen.

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