Der HSC Suhr Aarau legt stark los und erspielt sich bald eine 4:0-Führung. Erst nach knapp neuneinhalb Minuten muss sich Torhüter Dragan Marjanac nach zuvor zwei Paraden ein erstes Mal bezwingen lassen – mittels Siebenmeter.

In der Folge verlor das Team von Trainer Misha Kaufmann kurzfristig den Überblick und musste den Gegner wieder bis auf ein Tor an sich rankommen lassen. Dann aber drehte Torhüter Marjanac wieder auf und schraubte sein Paraden-Total bis zur 20. Minute und dem Spielstand von 8:5 auf deren sechs hoch.

Bis zur Pause pendelte sich der Vorsprung des HSC bei vier Treffern ein. Dementsprechend führte der HSC nach 30 Minuten mit 10:6 – und ist zu diesem Zeitpunkt auf Kurs, den zweiten Auswärtssieg in Folge zu realisieren.

In der zweiten Halbzeit wurde es noch einmal eng

Unmittelbar nach der Pause legt der HSC Suhr Aarau gleich wieder zwei zusätzliche Treffer vor und geht mit 12:6 in Front. Danach aber pendelt sich der Vorsprung wieder rund um vier Treffer ein. Eine gute Viertelstunde vor Schluss führen die Gäste mit 18:13.

Zwei Wurf- und zwei technische Fehler plus eine Parade des Heimtorhüters bei sechs Angriffen der Aargauer rund um die 50. Spielminute bringen den HC Kriens-Luzern zurück in die Partie. In der 54. Minute gleichen die Innerschweizer die Partie zum 19:19 aus.

Die beiden letzten Spielminuten muss der HSC aufgrund der achten Zweiminutenstrafe in Unterzahl spielen – und entscheidet die Partie trotzdem noch für sich. 23:21 steht es nach der Schlusssirene zu Gunsten der Gäste.

Kaufmann: «Enorm wichtige Zähler»

«Am Schluss wurde das Spiel unnötig noch einmal zur Zitterpartie», sagte Trainer Misha Kaufmann nach der Schlusssirene. «Wir haben das Spiel lange Zeit kontrolliert, dann kam eine unerklärbare Hektik rein.» 

Dass die beiden Punkte im Kampf um die Finalrunde noch sehr wichtig werden könnten, darüber ist sich auch Kaufmann im Klaren: «Diese Zähler sind enorm wichtig», sagte er, um abger sogleich anzufügen: «Aber sie sind nichts wert, wenn wir Gossau in einer Woche nicht bezwingen.»

Der 100-Prozent-Pullover

Torhüter Dragan Marjanac, der mit einer Abwehrquote von 35 Prozent und elf Paraden zu glänzen wusste, zeigte sich ebenfalls überzeugt, vom Wert dieses Sieges: «Wir haben damit einen weiteren Schritt in Richtung Finalrunde gemacht», sagte er. «Die Abwehrleistung war heute sehr gut. Wenn wir immer so spielen, dann werden wir noch weit kommen.»

Der 33-jährige Serbe zeigte sich zudem hoch erfreut über die neuen Goalie-Pullover, die er und sein Stellvertreter Dario Ferrante seit dem 38:25-Sieg gegen GC Amicitia vor Wochenfrist tragen: «Das ist ein wichtiger Zusatzfaktor. Ich fühle mich darin sehr wohl. Der neue Pullover hat bisher 100 Prozent Siege – machen wir so weiter!»

Weiter geht es für den HSC Suhr Aarau am Sonntag, 25. November, mit dem Heimspiel gegen den TSV Fortitudo Gossau (Anpfiff: 16.00 Uhr). Endlich darf der HSC dann, nach drei Auswärtsspielen in Folge, wieder in der Schachenhalle antreten.

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