«Im Beachvolleyball musst du eine richtige Beziehung aufbauen zu deinem Partner. Man muss sich sehr gut verstehen», antwortet Marco Back auf die Frage, was denn ein erfolgreiches Beachvolleyball-Team ausmacht. Gemessen an dieser Antwort, ist es umso erstaunlicher, dass Marco Back mit seinem Partner Kilian Kasper in dieser Saison so stark spielt.

Obwohl sich die beiden schon lange kennen und in der Halle beim NLB-Verein Laufenburg-Kaisten im selben Team spielen, waren sie auf dem Beachfeld stets Konkurrenten – bis vor dieser Saison. Seither teilen sich die beiden die Spielfeldhälfte. «Vor der Beach-Saison suchten wir beide noch einen Partner und da haben wir uns kurzerhand entschieden, es gemeinsam zu versuchen», sagt Back.

Zusätzliche Motivation getankt

Es war ein Entscheid mit Folgen – im positiven Sinne. Der Allschwiler Sportgymnasiast Marco Back und Sanitär-Lehrling Kilian Kasper aus Kaisten harmonieren auf dem Feld hervorragend und eilen von Erfolg zu Erfolg. Bei praktisch jedem Juniorenturnier, das sie gemeinsam bestritten, standen sie im Final. So auch Ende Mai in Kloten. Dort ging es um das Ticket für die U18-Europameisterschaft. «Mit dem Gedanken an die EM im Hinterkopf war es schon nicht ganz einfach zu spielen, aber es hat uns auch zusätzlich motiviert», so Kasper. Diese zusätzliche Motivation konnte das Duo Kasper/Back dann vor allem im Endspiel gut gebrauchen. Den ersten Satz hatten sie verloren und lagen auch im zweiten bereits bedrohlich mit 12:16 im Hintertreffen. «Dann machten unsere Gegner aber ein paar Fehler und wir fanden endlich die richtige Taktik», blickt Back zurück. Die beiden Youngsters konnten das Spiel drehen und lösten damit das Ticket für die U18-EM.

Gesundes Selbstvertrauen

Morgen gilt es nun ernst. Im norwegischen Kristiansand bestreiten Kasper und Back ihr erstes EM-Gruppenspiel. Dieses Spiel ist gleich eine doppelte Premiere: das erste EM-Match und das erste internationale Turnier überhaupt. Aber davon lassen sich die beiden nicht etwa einschüchtern – im Gegenteil. Sie stellen sich der Herausforderung mit gesundem Selbstvertrauen. «Ich denke, das Niveau der Teams wird sehr ausgeglichen sein. Wenn uns also ein guter Start ins Turnier gelingt, ist alles möglich. Warum nicht der Halbfinal oder gar der EM-Titel», meint Back, merkt jedoch sogleich an, dass auch etwas Losglück nötig sei, damit es zum ganz grossen Coup reiche.

Offene Zukunft

Nach dem Saisonhighlight wartet gleich der nächste Höhepunkt auf die beiden. Ende August bestreiten sie die U19-Junioren-Schweizermeisterschaft. Und dort haben sie Grosses vor. «Wir wollen den Titel holen», gibt Kasper die Marschrichtung vor.

Trotz der erfolgreichen ersten Saison, ist noch nicht klar, ob Kasper und Back auch im kommenden Jahr gemeinsam im Sand stehen werden. Wie das in der Szene üblich ist, wird dieser Entscheid erst nächstes Jahr gefällt. «Es ist sehr gut möglich, dass wir gemeinsam weiterspielen. Aber zuerst kommt die Hallensaison mit Laufenburg-Kaisten und dann schauen wir weiter», sind sich die beiden einig.