Die Fernwärmenetze werden mit Holzschnitzeln, Abwärme oder Wärmepumpen betrieben. Sind alle Anlagen in Betrieb, decken sie zusammen den Heizölbedarf von 15'200 Einfamilienhäusern ab. Damit können rund 86'000 Tonnen CO2 gespart werden, wie das Bundesamt für Energie am Donnerstag mitteilte.

37 der Projekte sind in der Deutschschweiz angesiedelt, neun in der Romandie, kein einziges im Tessin. Am meisten Energie liefern wird eine Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) in Monthey im Wallis. Sie verfügt über eine Leistung von 27'000 Kilowatt. Dahinter folgt eine KVA im solothurnischen Zuchwil. Die grösste mit Holz betriebene Anlage wird in Balterswil (TG) gebaut (11'400 kW Leistung).

Die Investitionen in diese Anlagen wurden durch das Förderprogramm für Fernwärmenetze ausgelöst, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Gefördert werden sollten Projekte, die in der Planung weit fortgeschritten sind, jedoch aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit noch nicht realisiert werden konnten.

Ein Teil des Geldes für das Förderprogramm stammt aus dem zweiten Konjunkturpaket. Das Parlament hatte im März 2009 beschlossen, dafür 30 Millionen zur Verfügung zu stellen. Nur sechs Wochen nach Beginn der Gesuchsfrist waren soviele Anträge eingegangen, dass keine weiteren Gesuche mehr berücksichtigt werden konnten.

Schliesslich konnten 2009 22 Projekte unterstützt werden. Sie erhielten maximal 30 Prozent der Investitionskosten oder maximal 5 Millionen Franken. Um zumindest einen Teil der nicht berücksichtigten Projekte zu fördern, beschloss das Parlament im Dezember 2009 einen Zusatzkredit von 25 Millionen.