"Mein Pass ist ja auch rot-weiss", sagt Kraus dem "Blick". Und das reicht ihm. Wichtig aber ist ihm die Schweizer Sonnenstube. "Das ist unser Ruhepol, unsere Oase." Hier bringt er seiner Frau Ingrid jeden Morgen den Capuccino ans Bett. "Im Gegenzug kocht sie für mich und achtet darauf, dass ich mich auch gesund ernähre."

Was ihn auch im Tessin hält, ist das Grab seiner Tochter Gaby, die mit 39 an Krebs starb. "Ich möchte hier beigesetzt werden, neben meiner Tochter", wünscht sich Kraus. "Im Tod sind wir wieder vereint. Ihr Grab wird unser Familiengrab."

Noch aber sind solche Gedanken weit weg. Denn Kraus ist voll im Saft. "Bei mir ist immer was los. Ich fahre Wasserski, schraube an meinen geliebten Oldtimern oder golfe."

Anfang Oktober geht Kraus in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf Abschiedstournee. Damit räumt der 75-Jährige ein, "eben doch ein älterer Herr" zu sein. Und: "Als Rock'n'Roller muss man abtreten, solange man auf der Bühne noch richtig abgehen kann."