Büchner, der 2011 als Auswanderer in der Vox-Sendung "Goodbye Deutschland" bekannt wurde, ist am Samstagabend gestorben. Das bestätigte eine Sprecherin des Senders in der Nacht zu Sonntag der Nachrichtenagentur DPA.

Zuvor hatte seine Künstleragentur unter Berufung auf seine Familie auf Facebook mitgeteilt, dass Büchner "nach kurzem, aber schwerem Kampf friedlich eingeschlafen" sei. Nach Angaben seiner Agentur starb er in einem Spital in Palma de Mallorca.

Mit seiner damaligen Freundin und dem gemeinsamen Sohn war Büchner im Jahr 2010 aus Bad Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt nach Mallorca gezogen. In Cala Millor eröffnete das Paar eine Boutique. Die Beziehung hielt nicht, Büchner hielt sich mit verschiedensten Jobs über Wasser, veröffentlichte mehrere Schlager-Songs und trat am Ballermann auf. Im Juli war Büchner mit seiner Frau Daniela, die er 2017 geheiratet hatte, in der RTL-Sendung "Sommerhaus der Stars" aufgetreten. Teilgenommen hatte er auch an der elften Staffel der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" Anfang 2017.

Grosse Fangemeinde

Seine grosse Fangemeinde beeindruckte, dass sich Büchner auch von herben Rückschlägen nicht unterkriegen liess. Auf der "Goodbye Deutschland"-Facebookseite sprachen viele Fans seiner Familie schon in der Nacht zum Sonntag ihr Beileid aus und wünschten allen Hinterbliebenen viel Kraft. So schrieb ein Anhänger: "Ihn haben immer viele belächelt, aber am Ende hat er mehr geschafft als so manch anderer." Und ein weiterer Fan ergänzte: "Man konnte sich so gut mit ihm identifizieren weil er so verdammt authentisch und echt war."

Nähere Details zu den Umständen seine Todes wurden zunächst nicht bekannt. Am Dienstag hatte seine Frau auf Instagram geschrieben, der Gesundheitszustand ihres Mannes sei kritisch. "Die Ärzte versuchen ihr Menschenmögliches."

Jens Büchner: "Pleite, aber sexy"

Am Sonntag gab sein Manager Carsten Hüther bekannt, dass Büchner an Lungenkrebs verstorben ist. Der Krebs soll bereits gestreut und Metastasen gebildet haben. Büchner schwieg in der Öffentlichkeit über die Schwere seiner Krankheit. «Jens wollte mit seiner Krankheit niemandem zur Last fallen», sagt Hüther. «Er hat schon länger für sich gemerkt, dass etwas mit ihm nicht stimmte, noch bevor man es ihm angesehen hat.»

Mit seiner Frau hatte Büchner zwei eigene Kinder, drei weitere brachte sie mit in die Ehe. Aus vorangegangenen Beziehungen hatte der Kult-Auswanderer drei weitere Kinder. (sda/pz)

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