Die Verhafteten werden verdächtigt, eine Rolle bei der Beschaffung der Waffe gespielt zu haben. Ein dritter Verdächtiger aus dem Umfeld des mutmasslichen Attentäters Chérif Chekatt, der bereits früher festgenommen worden war, sollte einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Das forderte die ermittelnde Antiterror-Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben.

Chekatt wird vorgeworfen, am vergangenen Dienstag in der Innenstadt der Elsass-Metropole das Feuer eröffnet zu haben. Der Angriff hatte fünf Menschen aus dem Leben gerissen, mehrere wurden verletzt. Chekatt wurde am vergangenen Donnerstag in Strassburg bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Ermittler hatten nach dem Anschlag zeitweilig noch sechs weitere Menschen in Gewahrsam genommen, die aber laut früheren Berichten französischer Medien inzwischen wieder auf freien Fuss gesetzt wurden.

Weiteres Opfer gestorben

Die Zahl der Toten durch den Anschlag stieg unterdessen auf fünf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erlag ein 36-jähriger Pole am Sonntag seinen schweren Verletzungen durch den Anschlag. Der polnische Staatsbürger wohnte seit zwei Jahrzehnten in der elsässischen Stadt.

Chekatt hatte den 36-Jährigen am Dienstagabend schwer verletzt. Der Mann war in Begleitung des Italieners Antonio Megalizzi unterwegs, der ebenfalls schwer verletzt wurde und am Freitag starb.

Bekannten zufolge wollten der Pole und mehrere seiner Freunde den Angreifer am Betreten einer Bar hindern. Später hiess es aber, sie seien nicht vor der Bar, sondern in einer Strasse attackiert worden.

Orent-Niedzielski arbeitete unter anderem für ein europäisches Comic-Festival und berichtete als Journalist aus dem EU-Parlament in Strassburg. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani äusserte am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter seine Trauer über den Tod des Polen: "Möge er ihn Frieden ruhen."

Unklar ist weiterhin, ob der polizeibekannte und als Gefährder eingestufte Angreifer Komplizen hatte und ob die Tat islamistisch motiviert war. Die Terrormiliz IS hatte den Anschlag kurz nach dem Tod Chekatts für sich beansprucht. Innenminister Christophe Castaner äusserte in einer ersten Reaktion jedoch erhebliche Zweifel an dem Bekenntnis.