Das Team Aarau fordert Leader Eggiwil alles ab, verliert aber wegen eines Gegentores in der Schlussminute unglücklich mit 4:5. U-18 Junior Mastrodomenico sowie die Routiniers Merki und Byland sorgen für die Aarauer Tore und überzeugen mit einer engagierten und überzeugenden Leistung.
Aarau begann die Partie konzentriert und zeigte sich bemüht, von Beginn an selber Chancen zu kreieren gegen den Leader aus Eggiwil, der zuletzt 11 Mal in Serie gewonnen hatte. In der 11. Minute brachte einmal mehr Routinier Peter Byland auf Pass von Michi Merki die Adler in Führung. Eggiwil hatte zwar mehr Ballbesitz, Aarau verteidigte sich aber geschickt und mit viel Einsatz. Es blieb zur ersten Pause bei der knappen Führung des Aussenseiters. Die Berner kamen für ein paar Minuten dominant aus der Pause, konnten die Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. Als Aarau zum ersten Mal in Überzahl spielen konnten, wurde es wieder etwas lauter in der Halle. Peter Byland reüssierte zum 2:0. In der Folge hatten die Adler zwei, drei ganz gefährliche Abschlüsse zu verzeichnen und Captain Dominic Studer traf nur den Pfosten. Erst in der 37. Minute gelang Eggiwil der erste Treffer. Wenig später setzte sich Simon Kohler energisch durch und bediente U-18 Junior Mastrodomenico, der direkt zum 3:1 verwandelte. Diesen schönen Vorsprung verspielten die Aargauer aber auf ärgerliche Art und Weise noch vor der Pause. Und Eggiwil ging im Schlussdrittel erstmals in Führung. Diese konnte Michi Merki in Überzahl mit einem sehenswerten Drehschuss ausgleichen. Aarau war wieder nahe dran an der ganz grossen Überraschung, hatte aber kein Glück an diesem Abend. In der letzten Minute gelang den Gästen der Siegtreffer.

Damit verpassten die Adler einen Coup und wurden für eine sehr gute Leistung schlecht belohnt. Gewiss war Eggiwil über das ganze Spiel gesehen die etwas bessere Mannschaft und somit nicht ein unverdienter Sieger. In den letztlich entscheidenden Situationen konnte der Leader seine Stärke und Erfahrung ausspielen. Aarau muss sich sofort auf die schwierige Partie vom Sonntag in Frick konzentrieren. Auch gegen Fricktal hat man in der Vorrunde in der letzten Minute in der Schachenhalle ein Tor kassiert und wertvolle Punkte vergeben. Die etwas erfahreneren Fricktaler spielen zudem eine starke Saison und gelten als unbequemer Gegner. Will Aarau im Derby ein Wörtchen mitreden, braucht es somit nochmals eine ähnlich starke Vorstellung wie gegen Eggiwil.

(Bericht Michael Hafner)

Team Aarau – UHT Eggiwil 4:5 (1:0, 2:3, 1:2); Schachenhalle, Aarau. 71 Zuschauer. SR Nöthlich/Röthlisberger. Tore: 11. P. Byland (M. Merki) 1:0. 27. P. Byland (M. Stoltenberg, Ausschluss Lehmann) 2:0. 38. S. Pauli (M. Poschung) 2:1. 39. G. Mastrodomenico (S. Kohler) 3:1. 40. S. Pauli
(M. Fankhauser) 3:2. 40. L. Antener (R. Walther) 3:3. 45. D. Lehmann (P. Mosimann) 3:4. 53. M. Merki (Ausschluss Lanz) 4:4. 60. R. Walther (L. Schlüchter) 4:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Team Aarau. 4mal 2 Minuten gegen UHT Eggiwil.

Team Aarau: Keller Chai; Geissler, Stark; Widmer, Gaberthuel; Wassmer, Faes; Stoltenberg, Studer, Colombo; Byland, Waser, Merki; Kohler, Romer, Mastrodomenico; Hertig; Lacerda; Mäder.

UHT Eggiwil: Walther; Schlüchter; Mosimann; Lehmann; Fankhauser; Pauli; Poschung; Jaun; Antener; Schär; Hofer; Zysset; Christ; Steiner Nick; Steiner Louis; Bigler; Lanz; Gerber; Röthlisberger; Wittwer; Wiedmer.