«Eine solche Suppe lässt man sich gerne einbrocken»

«Der Lengnauer Suppentag gehört für uns zur weihnächtlichen Tradition und die Suppe ist einfach Extraklasse», äusserte sich ein Ehepaar aus Nussbaumen. «Und es ist für eine gute Tat», ergänzte eine Tischnachbarin aus Ehrendingen. In der Tat, die «IG Feldküche» hat zusammen mit einer freiwilligen Helferschar ein weiteres Mal einen Lengnauer Suppentag organisiert, der über die Dorfgrenzen hinaus strahlt.

Am Samstag um die traditionelle Essenszeit fanden die Besucher in der Turnhalle Dorf kaum Sitzplätze. Nebst Suppe mit Spatz und Gulaschsuppe aus der dampfenden originalen Feldküche, stand auch Gegrilltes auf dem Speisezettel. Reichlich Zuspruch fanden ebenfalls die feinen und schön präsentierten Torten und Kuchen. Sie wurden auf Anfrage spontan von verschiedenen Lengnauer Frauen gebacken. Ihnen wie auch allen andern Helfern und ganz besonders der «IG Feldküche» gebührt ein grosses Kompliment für den grossen freiwilligen Einsatz.

Der Geist dahinter könnte nicht besser in die Weihnachtszeit passen. Der ganze Profit geht an Insieme, der Vereinigung zur Förderung Behinderter Region Zurzibiet – an Menschen also, die mit einem Handicap leben müssen. Der Erlös dürfte wieder gross sein, wie im vergangenen Jahr. Es wurden rund 400 Portionen Suppe ausgegeben, einige davon «über Gass».

Der tiefere Sinn des Suppentages war den Besucherinnen und Besucherinnen förmlich anzusehen. Zufriedenen Gesichtes schlenderte man Richtung Turnhalle, stellte sich in die Reihe, liess sich die Suppe schöpfen, suchte Platz auf einer Bank und genoss die Suppe am Tisch und im Gespräch mit anderen, wie in einer grossen Familie. Es ist ein einfacher, sinnvoller Anlass, der sich wohltuend von manchem weihnächtlichen Glitzeranlass unterscheidet.