(Markus Brunner-Speiser) Vergangenen Sonntag, am dritten Advent, wurde in der reformierten Kirche Möhlin das Weihnachtsmusical „s’Flötemeitli von Bethlehem“ von Markus Hottiger aus dem Hause Adonia aufgeführt. Unter der Leitung von Sozialdiakon Markus Brunner-Speiser (Gesamtleitung und Regie), Mariella Graffeo (Kostüme und Bühnenbild), Daniela und Pascal Martin (Einüben in den Gruppen und Assistenz Regie) sowie den Jungleitern Sarah Iaconi und Louis Martin spielten und sangen sich die 25 mitwirkenden Kinder in die Herzen des Publikums. Musikalisch begleitet wurden die Kinder von Brigitta Kent am Klavier, welche für die erkrankte Renata Hossli spontan und musikalisch souverän kurzfristig eingesprungen ist.

Das Spiel begann mit der Begegnung eines Bettlers mit einem Mädchen, welches dieses durch sein virtuoses und liebliches Flötenspiel und seine Melodie tief beeindruckte. Im Verlauf des Gespräches schenkte der Bettler – gespielt von Tarja Waldner – seine Flöte dem Mädchen mit dem Auftrag, vielen Menschen eine Freude damit zu machen. Das Mädchen nimmt den Auftrag ernst und spielt auf seinem Weg bei ganz unterschiedlichen Menschen seine berührende Flötenmelodie. So kommt das Flötenmädchen – gespielt von Leontine Dogba und im zweiten Teil des Stückes von Catharina Iaconi – bei einer Familie vorbei, bei welcher die alleinerziehende Mutter ihren Job verloren hat. Nach dieser Szene kündigte der Sprecher – gespielt von Leandro Maiorano - eine weitere Familie in einer Krisensituation an, welche Besuch vom Flötenmädchen erhält. Die Flötenmelodie schenkt den aufgewühlten und traurigen Kindern, welche vor einer Scheidung der Eltern stehen,  im Stück Trost und neue Zuversicht.

Nach einer Spitalszene mit Kranken folgen die bekannten Szenen von den Hirten auf dem Felde und die Weihnachtszene mit der Krippe und dem Jesus Kind, Josef und Maria, wo das Flötenmädchen seine Melodie ebenfalls spielt und Freude, Licht sowie zwischenmenschliche Wärme verbreitet. Besonders zu erwähnen ist dieses Jahr, dass die fünf Hirten einen pfiffig mitreissenden Hirtenrap mit dazugehörigem Beat zum Besten gaben, welcher beim Publikum bestens ankam. Und neu war dieses Jahr das Bühnenbild, welches extra fürs Stück passend unter Mithilfe der Krippenspielkinder bei einer separaten Malstunde angefertigt wurde. Das bekannte und modern-populäre Weihnachtslied „Feliz Navid“ bildete den krönenden Abschluss der durchs Band gelungenen Aufführung und animierte die Zuschauerinnen und Zuschauer am Schluss des Stückes zum freudigen Mitklatschen und Mitsingen, Eine von der Familie Martin und den Sigristinnen zubereitete Hirtensuppe mit Brot und Dessert lud anschliessend im Kirchgemeindesaal zum festlichen Verweilen und Weiterfeiern mit Übergabe des Geschenkes für die mitwirkenden Weihnachtsspielkinder ein.