Dies sagte der Sprecher des UNO-Hilfswerks UNHCR, Adrian Edwards, am Dienstag in Genf. Damit sollten 500'000 Personen versorgt werden. Nach Angaben des Bürgermeisters von Erbil sind 1,7 Millionen Menschen vor der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflüchtet, die einen Grossteil des Nordirak unter ihre Kontrolle gebracht hat.

Viele seien in Hallen und Schulgebäuden untergebracht, aber Familien müssten auch immer wieder im Freien an Strassenrändern kampieren, sagte Nihad Latif Koja am Dienstag im Bayerischen Radio. Nahrungsmittel seien knapp. "Jetzt allmählich haben wir die Lage unter Kontrolle", sagte er nach Angaben des Senders.

Vier Tage lang sollen nach Angaben des UNHCR-Sprechers Hilfsgüter vom jordanischen Akaba nach Erbil geflogen werden. Zudem würden in den kommenden zehn Tagen Hilfskonvois auf dem Landweg aus der Türkei und Jordanien in den Nordirak fahren. Auch Lieferungen aus Dubai über den Iran seien geplant.