Reaktionen des Nordens auf die Flucht seien jedoch nicht zu entdecken, teilte das südkoreanische Militär am Samstag weiter mit.

An der schwer befestigten Grenze zwischen Nord- und Südkorea hat es immer wieder Überläufer in den vergangenen Jahren gegeben. Die Zahl ist allerdings nicht sehr hoch. Oftmals kam es anschliessend zu militärischen Zwischenfällen, was die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel erhöhte.

Der Soldat des jüngsten Falls werde nun verhört, teilte das südkoreanische Militär weiter mit.

Erst am Freitag beendeten beide Staaten ihre Arbeiten zum Abbau von Wachposten im Grenzgebiet: Auf jeder Seite der demilitarisierten Zone seien jeweils zehn solcher Posten abgerissen worden, hiess es offiziell aus beiden Korea. In den Wochen zuvor hatten die zwei Länder zudem Teile ihrer Truppen und Waffen von einigen Posten abgezogen. Die Massnahmen sind Teil eines Abkommens zum Abbau der militärischen Spannungen, das die Armeeführungen beider Staaten im September unterzeichnet hatten.