Seit bald zwei Jahren behindern Signalanlagen den Transitverkehr. Grund ist die als Jahrhundertprojekt bezeichnete Sanierung der Hauptstrasse und die Neugestaltung des Aabachraums.

Nun lässt der zuständige Gemeinderat Thomas Hofstetter durchblicken, dass das Bauprojekt früher fertig sein könnte, als ursprünglich angenommen: «Die Bauarbeiten im Dorfzentrum sind schneller vorangekommen. Der Aabach fliesst in seinem neuen Bett, zwischen der Brunnrain- und Dorfrainbrücke werden derzeit Bachraum und Ufer naturnah gestaltet. Die Voraussetzungen sind günstig, dass die Bauarbeiten im Bereich Hetex–Schürz bereits im ersten Quartal 2015 abgeschlossen werden können.»

Als der Kanton im Oktober 2012 die Bautafel am Niederlenzer Dorfeingang montierte, ging er von einer Bauzeit bis im Herbst 2015 aus.
Noch vorher soll die Dorfrainbrücke und damit die Zufahrt zum Dorfplatz freigegeben werden. Dies wird laut Hofstetter voraussichtlich Ende Oktober der Fall sein.

Sperrung in Schulferien gelegt

Vorerst müssen die Niederlenzer noch einmal Einschränkungen in Kauf nehmen. In der kommenden Woche werden die Hauptstrasse im Bereich der Einmündung Rössligasse und die Rössligasse selbst bis auf die Höhe des Restaurant Frohsinn saniert. «Weil sich die Regelung des Verkehrs über ein 3-Phasen-Lichtsignal bisher nicht bewährt, sondern zu Staus mit teilweise langen Wartezeiten geführt hat, wird die Rössligasse ab 27. August während rund acht Wochen für den Fahrzeugverkehr vollständig gesperrt», sagt Hofstetter. Man habe den Zeitpunkt für die Strassensperre extra so gewählt, dass die drei Schulferienwochen im Herbst in die Bauzeit fallen, erklärt Hofstetter.

Vom Durchgangsverbot ausgenommen sind die Fussgänger. In einem abgesicherten Bereich sollen sie den Baustellenbereich passieren können. Voraussichtlich bis zum 19. Oktober wird der Verkehr umgeleitet und von der rückwärtigen Seite in die Rössligasse geführt: aus Lenzburg über den alten Zürichweg, Altfeldweg und den Rothbleicherain. Aus Möriken-Wildegg über den Hungeligraben/Stierenweg. Die Umleitungen sind ab Mittwoch, 27. August, signalisiert.

Aufgrund der geänderten Streckenführungen müssen sich die Bewohner der betroffenen Quartierstrassen während acht Wochen auf zusätzlichen Verkehr in den Quartierstrassen einstellen. In Mitleidenschaft gezogen sind auch die Geschäfte, die sich im gesperrten Bereich befinden.

Bei den angefragten Geschäften gibt man sich zuversichtlich: «Natürlich ist es eine Erschwernis, doch kommen wir mit dem Zeitrahmen im Vergleich günstig davon. Wer die Umleitung zu uns scheut, hat die Möglichkeit auf die Bancomaten der ‹Hypi› in Möriken, Wildegg oder am Hauptsitz in Lenzburg auszuweichen», sagt Patrick Braun, Leiter der «Hypi»-Filiale in Niederlenz. Die Bank steht direkt an der betroffenen Kreuzung.

Der Pächter des Restaurants Frohsinn, Mladen Bujas, meint: «Wir haben nichts Spezielles geplant, hoffen jedoch, dass die Stammgäste weiterhin kommen. Wir müssen halt schauen, dass wir irgendwie überleben.»