«I'm dreaming of a white Christmas» – ich träume von weissen Weihnachten, schmettert Bing Crosby alle Jahre wieder aus dem Radio. Und alle Jahre wieder sehnen wir uns mit ihm nach weissen Weihnachten. Doch in den letzten Jahren sind unsere Hoffnungen mehrheitlich nicht erhört worden und die weihnachtliche Landschaft präsentierte sich an Heiligabend wenig stimmungsvoll in grün. 

Das vergangene winterliche Wochenende hat wohl beim einen oder anderen Hoffnungen auf weisse Weihnachten in diesem Jahr erweckt. MeteoNews informiert heute leider in einem Communiqué, dass wir diese Hoffnungen wahrscheinlich wieder begraben müssen. 

Zwar verlaufe der Wochenstart unbeständig mit gelegentlichem Niederschlag und einer Schneegrenze bei 600 bis 900 Metern, doch ab Mittwoch steigen die Temperaturen. Eine südwestliche Höhenströmung sorge für Störungen und immer mildere Luftmassen ziehen durch die Schweiz. Die Schneefallgrenze steigt bis Freitag auf 1500 bis 1800 Meter. Mit 8 bis 10 Grad ist es mild. 

Am Freitag ziehe ein stark bis stürmischer Südwestwind auf. Die Weihnachtsmarktstände wird es dieses mal wahrscheinlich nicht wegwehen – man sollte sich trotzdem vergewissern, dass die Weihnachtsbeleuchtung ordentlich fixiert ist: Es werden Windstärken von bis zu 70 km/h erwartet. 

In der Folge steigen auch die Temperaturen im Verlauf des Wochenendes. Die Nullgradgrenze klettert insbesondere am Sonntag auf etwa 2500 Meter hinauf. Das Wetter ist wechselhaft mit Auflockerungen und gelegentlich etwas Regen. 

Selbst die Hoffnung auf etwas Restschnee an Heiligabend schmilzt dahin. Jeglicher Schnee wird laut MeteoNews bis am 24. weggetaut sein. Am Wochenende soll es zwischen 9 und 12 Grad warm werden. 

Immerhin – der 24. Dezember soll im Aargau weitgehend trocken und und nebelfrei verlaufen. Letzterer soll erst am Stephanstag wieder aufkommen, wie ein Meteorologe von MeteoNews auf Anfrage sagt. Die Temperaturen an Heiligabend bleiben auch mild. Werte zwischen 6 und 10 Grad werden erwartet.

Während man sich im Flachland ziemlich sicher mit einem grünen Garten an Heiligabend abfinden muss, könnte es entlang des Juras und in den tiefer gelegenen Voralpen vielleicht doch noch zu ein paar Flocken kommen. 

Am Abend des Weihnachtstags zieht dann eine Kaltfront ins Land. Es komme ziemlich sicher zu starken Niederschlägen, so ein Meteorologe. Nach aktuellem Modelstand sinke die Schneefallgrenze aber kaum unter 800 bis 1000 Meter. Am Stephanstag seien bei möglichen Schauern hinter der Kaltfront Schneeflocken nicht ausgeschlossen. Alles in allem sollte der 26. Dezember aber mehrheitlich trocken verlaufen. 

Es handle sich aber bis jetzt nur um Trends und Prognosen, bis Weihnachten gehe es ja noch eine Woche. Besonders ab dem 25. Dezember sei ein grosser Zufallsfaktor im Spiel. Für alle Weihnachts-Fans bedeutet das: Daumen drücken und Bing Crosby hören. Wer weiss, vielleicht erleben wir immerhin einen weissen Weihnachtstag. (cez)