Die Gemeinde Laufenburg will zwei ortsprägende Liegenschaften kaufen: das Gasthaus Adler am Marktplatz in der Laufenburger Altstadt sowie das durch einen Brand beschädigte und derzeit unbewohnte Hotel Schützen an der Kantonsstrasse. Das gab Vizeammann Meinrad Schraner an der Gemeindeversammlung am Freitagabend in der Stadthalle bekannt. Über den Kauf des Adlers besteht offenbar Einigkeit mit dem Besitzer: Laut Schraner beträgt der Kaufpreis 1,38 Mio. Franken. Im Dachgeschoss sollen drei neue Wohnungen entstehen, was bedeutet, dass bis zu 1,8 Mio. Franken zusätzlich investiert werden müssen. «Aber», so Schraner, «das ist ein anspruchsvolles Projekt für den Ortskern.»

Noch keine Einigkeit gibt es beim Hotel Schützen, weil ein ausländischer Geschäftsmann das Gebäude kaufen will. «Das hätte grosse negative Auswirkungen», erklärte Schraner, «die Gemeinde will den Geschäftsmann nicht in Laufenburg haben.» Das Areal Schützen sei für die Gemeinde strategisch äusserst wertvoll. Pläne gibt es auch schon: Auf dem Areal soll ein überirdisches Parkhaus mit 200 Parkplätzen und eventuell einem Motel entstehen. Aber: «Wir müssen relativ schnell Vorschläge unterbreiten, damit wir mit dem Eigentümer verhandeln können», sagte Schraner.

In trockenen Tüchern sind hingegen andere Investitionsprojekte, so in der Marktgasse und in Sulz, wo es Potenzial für mehrere Wohnungen gibt. Apropos Sulz: Meinrad Schraner berichtete von jungen Paaren, die in Sulz Bauland suchen, jedoch ohne Erfolg, «obwohl wir viel Baulandreserven haben». Sollten die Bauwilligen Sulz verlassen, könnte dies den örtlichen Schulstandort gefährden. Denn: «Die Schülerzahlen sind leider rückläufig.»

Passerelle versus Unterführung

Punkto Passerelle an der Kantonsstrasse in Laufenburg beim Burgmattschulhaus zeichnet sich noch keine Lösung ab. «Es gibt zu viele Fragezeichen», sagte Gemeinderat Christian Rüde. Immerhin: Der Gemeinderat das Provisorium gekauft, «das gibt uns mehr Zeit, um die optimale Lösung zu finden.» Diese könnte auch aus einer Unterführung bestehen, was offenbar nicht allen schmeckt.

Weiss: «Wir verspüren die verschiedenen Haltungen, die sind sehr zementiert.» Aus der Versammlung gab es dazu zwei verschiedene Meinungen. Toni Obrist bezeichnete eine Unterführung als «Zukunftslösung für Laufenburg», während Peter Daniel eine Passerelle als «Lebensversicherung» erachtete. Gegenargument Herbert Weiss: «Und was machen wir mit denen, die gehbehindert sind?»

Ja zur Sanierung des Badi-Sprungbeckens

Sämtliche Traktanden wurden mit deutlicher Mehrheit angenommen, unter anderem das Budget 2019, das ohne Anhebung des Steuerfusses (jetzt: 108%) auskommt sowie ein Kredit für die Sanierung des Kombi- und Sprungbeckens im Schwimmbad (275'000 Franken inklusive neues Wasserreinigungsgerät). Das Becken soll mit einer Folie ausgekleidet werden. Von 1963 Stimmberechtigten nahmen 114 an der Versammlung teil.