Bei der Generalprobe für die anstehenden Finalkämpfe zeigte die RS Freiamt keine Blösse. Von Beginn an setzte sie die RR Einsiedeln unter Druck. Die Schwyzer rannten durchwegs einem Rückstand hinterher. Möglichen Spekulationen, dass man bewusst eine Niederlage in Kauf nahm, um sich im Kampf um den Finaleinzug in eine bessere Position zu manövrieren, wurde keine Nahrung gegeben. Im Gegenteil. Der Siegeswille der Freiämter Athleten war bis auf die Tribünen zu spüren.

Das Publikum und die vielen anwesenden Sponsoren bekamen anlässlich des Spitzensportabends beste Unterhaltung präsentiert. Dabei legten die Leichtgewichtler mit drei Siegen die Basis für den Erfolg. Nils Leutert (57 G.) startete die Begegnung mit einem Paukenschlag. Was zu Beginn nach einer engen Kiste aussah, wurde zu einer deutlichen Angelegenheit. Nach einem spektakulären Armzug beendete Leutert den Kampf gegen Dany Kälin mit einem Schultersieg vorzeitig. Zuvor befreite er sich gekonnt aus einer gefährlichen Situation.

Nur ein kleiner Makel

Spektakel bot auch sein Bruder Nino (61 F.). Selbst eine nach wenigen Sekunden eingefangene Viererwertung brachte ihn nicht aus dem Tritt. Zur Pause führte er gegen Lars Neyer bereits 8:5. In der Endabrechnung hiess es gar 16:7. Der dritte im Bund heisst Randy Vock. Der einzige Makel beim deutlichen Sieg gegen Michel Schönbächler (65 G.) war der Punkt, den er nach einer Verwarnung liegen liess.

Schwieriger hatten es die Schwergewichtler. Adrian Wetzstein (130 F.) und Marc Weber (97 G.) zogen gegen Andrii Vysar und Sven Neyer den Kürzeren. Webers knappe Niederlage ist aber positiv zu werten. War doch Sven Neyer deutlich zu favorisieren. Gewohnt stark präsentierten sich Pascal Strebel (79 G.) und Magomed Aischkanow. Die 7:0 gewonnenen Punkte kamen einer Vorentscheidung gleich. Bevor Nico Küng (74 G.) mit einer knappen Niederlage beim vorletzten Kampf gegen den favorisierten Jan Neyer einen Punkt ergatterte, und damit die Begegnung vorzeitig entschied, präsentierte Einsiedeln seinen neuen Ausländer Saifulla Avtorkhanov.

Dieser machte mit Marc Schärer (70 F.) kurzen Prozess. Seinen blitzschnellen Beinangriffen hatte der Freiämter nichts entgegenzusetzen. Das abschliessende Ausländerduell von Husein Kadimagomaev (74 F.) gegen Adrian Mazan war für Einsiedeln nur noch Resultatkosmetik. Dabei rannte Kadimagomaev vergeblich an.
«Ich bin zufrieden. Wir haben diese Woche bewusst intensiv trainiert. Man hat bei einigen Athleten gesehen, dass die Spritzigkeit fehlte», sagt Freiamt-Trainer Adi Bucher zum Auftritt seiner Mannschaft.

Telegramm

57 kg Greco: Nils Leutert – Dany Kälin 4:0 (5:4, SS); 61 kg Freistil: Nino Leutert – Lars Neyer  3:1 (16:7); 65 kg G: Randy Vock – Michel Schönbächler 3:1 (9:1); 70 kg F: Marc Schärer – Saifulla Avtorkhanov 0:4 (0:16); 74 kg G: Nico Küng – Jan Neyer 1:2 (5:7); 74 kg F: Husein Kadimagomaev – Adrian Mazan 1:3 (1:8); 79 kg G: Pascal Strebel – Mathias Käser 3:0 (8:0); 86 kg F: Magomed Aischkanow – Andreas Burkard 4:0 (16:0); 97 kg G: Marc Weber – Sven Neyer 1:2 (2:5); 130 kg G: Adrian Wetzstein – Andry Vysar 0:4 (0:15).

Bemerkungen:

510 Zuschauer; Kampfrichter: Kilian Motzer