Ob es mit Anlauf besser geht? Oder doch lieber nur aus dem Stand heraus? Das fragt sich so mancher Mülliger vor seinem grossen Wurf. Sein Tannenbaum ist jedenfalls für alles bereit.

Tannenbäume werden in vielen Haushalten liebevoll und prächtig geschmückt, um während der Weihnachtstage Wärme und Gemütlichkeit in die Wohnzimmer zu zaubern. Sie sind aber auch ideale Wettkampfgeräte, wovon sich jeder am Samstag beim Tannenbaum-Weitwurf auf dem Schulhausplatz überzeugen konnte. Der Verein Pläuschler Club Mülligen organisierte bereits zum vierten Mal trotz ungemütlicher Temperaturen und leichtem Schneefall diesen geselligen Anlass.

Tannenbaum-Weitwurf in Mülligen

Tannenbaum-Weitwurf in Mülligen

Der Verein Pläuschler Club Mülligen verlängerte die Geselligkeit der Feiertage mit einem Tannenbaum-Weitwurf-Wettbewerb auf dem Schulhausplatz.

Wettkampfleiter Steffen Heinrich begutachtet zusammen mit Reto Grünenfelder und Marc Mürset kritisch die Wettkampf-Bäume. In den Wohnzimmern haben sie inzwischen ausgedient, aber hier müssen sie nochmals «antreten». Die beiden grösseren Bäume sind für die Frauen und Männer, Kinder bekommen ein Minibäumchen.  Der Anlass ist nämlich für Jung und Alt, die Regeln sind dabei ganz einfach. «Jeder hat drei Würfe und der Weiteste zählt», erklärt Steffen Heinrich. Über die Technik kann sich jeder selbst so seine Gedanken machen.

Es wird alles probiert und alles gegeben. Es wird gestossen, es wird geworfen. Eine Teilnehmerin dreht sich sogar mit dem Baum wie beim Schleuderball um die eigene Achse, verwirft aber diese Technik bereits bei ihrem nächsten Versuch. Eins ist dabei klar: hier geht es nicht um eine ernste Angelegenheit, sondern in erster Linie um den Spass und das Zusammensein. Und zu gewinnen gibt es auch etwas: Schinken, Spiele und Schokolade warten geduldig auf die glorreichen Werferinnen und Werfer.

«Mami, Mami», ruft ein Mädchen laut, um damit ihre Mutter anzuspornen. Und ein Herr unterstütz seine Würfe jeweils mit einem kräftigen «Ooooah». Ob der Baum damit wohl weiterfliegt? Alle strengen sich richtig an und geniessen das Zusammensein. Ivo Grünenfelder, Präsident des Pläuschler Clubs sagt: «Wir organisieren gerne solche Plauschanlässe.» Es riecht verlockend nach Glühwein, Punsch und Bratwürsten.

Der beste Tannenbaum-Weitwerfer ist am Ende Alexander Bopp. Mit 12.55 Metern hat der Bub gezeigt, wie das mit diesem etwas anderen Sportgerät perfekt funktioniert. Das beste Mädchen, Lea Haussener. wirft 8.70 Meter. Bei den Männern führt Beni Kempter die Weitwurf-Rangliste an und bei den Frauen Fabienne Irminger. Nach eineinhalb Stunden fliegen keine Tannenbäume mehr durch die Luft. Nun haben sie endgültig Ruhe. Sie warten zusammen mit den anderen eingesammelten rund 100 Mülliger Tannenbäumen auf den 1. August. Dann werden sie festlich verbrannt.