«Endlich hat die Schule im ‹Göni› mehr Platz», erklärte Werner Schib, Vizepräsident der Stadt Aarau und Vorsitzender der Baudelegation. In der Südostecke der Primarschulanlage Gönhard ist für 7,2 Millionen Franken ein neues Schulaus mit vier Klassenzimmern und zwei Kindergartenabteilungen entstanden.

Laut Schib konnte der Komplex ohne Kostenüberschreitung realisiert werden. Das ist darum besonders wichtig, weil die «Göni»-Erweiterung in der Planungsphase ein Viertel teurer geworden war, was im Einwohnerrat zu einem erheblichen Murren geführt hatte. Das Volk stimmte der Erweiterung dann aber im November 2016 mit 5359 zu 1752 Stimmen deutlich zu.

Das neue Schulhaus ist ein Holzgebäude, erstellt zu 85 Prozent aus einheimischem Holz. Es sei energetisch vorbildlich und ökologisch mustergültig, erklärte Schib an der Einweihungsfeier am Samstag. Man habe für die Kinder nachhaltig gebaut. Auffällig sind die gute Einpassung in die Gesamtanlage und die vielen modernen Aussenspielplätze. Die «Göni»-Erweiterung war notwendig geworden wegen der Zunahme von Kindern und wegen der Umstellung im Aargauer Schulwesen (neu dauert die Primarschule sechs statt fünf Jahre).

Laufend grosse Investitionen

«Das Schulwesen ist der zentralste und immer noch wichtigste Aufgabenbereich der öffentlichen Hand», erklärte Stadtpräsident Hanspeter Hilfiker. Er stellte den «Göni»-Ausbau in einen Gesamtzusammenhang: Als erstes wurde die Primarschule in der Telli aufgestockt. 2016 folgte der Kindergarten Aare Nord im Scheibenschachen.

Und dieses Jahr konnte neben dem «Göni» auch der erweiterte Kindergarten Binzenhof in Betrieb genommen werden. Aktuell wird im Schachen gebaut: Die Sanierung und Erweiterung der dortigen Primarschule wird 7,1 Millionen Franken kosten. Und am 22. Januar findet der Spatenstich für den Neubau von FuSTA (Hort und Krippe) sowie den Kindergarten in Aarau Rohr statt (kostet 7,5 Millionen Franken). Erst in einer Frühphase der Planung befindet sich der grösste Brocken, das neue Oberstufenzentrum der Kreisschule Aarau-Buchs. Hier ist noch nicht einmal ein Standortentscheid gefallen.